Projekt Nordlicht #1: Davon, dass Köln die einzig wahre Perle ist.

Ich begebe mich auf eine Reise mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es kein Rückreiseticket gibt. Ich lasse alles hinter mir – insbesondere meine Herzensstadt – für den Umzug in die Hansestadt Hamburg. Und wofür den ganzen Quatsch? Für die Liebe, natürlich! Wenn man dazu tendiert die Mütze tiefer und die Nase höher zu ziehen, wenn man als Einzige(r) vergebens versucht den Regenschirm zu bändigen und wenn einem an jeder Ecke ein genäseltes „Moin“ entgegen gehaucht wird, ja, dann weißt man, man ist im hohen Norden angekommen.

Maries Umzug

Kisten packen

Mein Projekt Nordlicht hat begonnen: es geht nach Hamburg und die Crux an der Geschichte ist, dass Köln doch meine einzig wahre Perle ist. Die Domstadt hat mich zwar bloß ganze zwei Jahre beherbergt, sich aber dennoch als eine bezaubernde Heimat herausgestellt. Sie hat mir gezeigt was es heißt mittendrin zu sein und den wahren Puls des urbanen Lebens zu spüren. Mittendrin zu sein, das beinhaltet sowohl Spießrutenläufe, beladen mit Einkäufen inmitten Betrunkener am Samstagabend auf den Kölner Ringen als auch das Privileg spontan und auf einen Katzensprung zu erleben was immer das Herz begehrt.

Maries Umzug

Chaos pur

 

 

Im Sommer nächtelang auf dem Brüsseler Platz rumzuhängen und eine Menge Bärte, Brillen und Rucksäcke zu begutachten, ein kühles Kölsch in der Hand und den Schalk im Nacken. Bei Sonne satt am Aachener Weiher zu elektronischer Musik wippen und am Abend mit den schönsten Mädchen der Stadt im Il Bagutta Innenhof selbstgemachte Pasta schlemmen.

 

Umzug Marie

Tschüss, Köln

Nach einer durchzechten Nacht in Ehrenfeld, wie aus dem Ei gepellt auf der Aachener Straße zu flanieren um sich in der renommierten Metzgerei Schmitz eine deftige, vegane und gluten-freie Wurststulle zu gönnen. Sich danach in der Ruttkowski 68 Galerie die angesagtesten Künstler anzusehen um danach einen kurzen Trip in die Ehrenstraße vorzunehmen und im Buchladen an der Ecke noch einige ästhetisch wertvolle Schnapper abzugreifen. Oder auch mal an regnerischen Tagen eine Originalvertonung im Metropolis Programmkino am Ebertplatz anzuschauen, danach beim legendären Sushi Ninja Maki und Misosuppe zu bestellen und mitten in der Nacht dem Jaulen der Nachtschwärmer aus dem Club vor der Tür zu lauschen.

Köln kommt daher mit einer ordentlichen Portion rustikalem  Charme, urbanem Flair und dem Reiz sich in seiner Vielfalt zu verlieren. Es hat mein Herz im Sturm erobert und nicht minder stürmisch werde ich ihm nun Lebewohl sagen müssen.

Koffer und Kisten sind gepackt, Möbelstücke vom freundlichen Treppenhausreinigungsdienst runtergeschleppt (natürlich im Tausch gegen einen Kasten Kölsch, wie sollte es hier anders sein) und ab geht die wilde Fahrt. Adieu du Kölschet Jefühl und Ahoi ihr Leichtmatrosen und Fischköppe!

 

Maries Umzug

Angekommen im schönen Hamburg!

Das war es vorerst mit meiner Hommage an die Domstadt am Rhein!

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